PRESS RELEASE

WEGWEISENDE VEREINBARUNG ZUR BESCHÄFTIGUNGSSICHERUNG UND ZUKUNFTSGESTALTUNG BEI ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS UND MTU FRIEDRICHSHAFEN

Posted on April 01, 2016

Die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung und Zukunftsgestaltung bei Rolls-Royce Power Systems (RRPS) und der MTU Friedrichshafen sind ein starkes Signal für Friedrichshafen und die ganze Bodensee-Region: Für rund 6.000 Beschäftigte in Friedrichshafen – und darüber hinaus an den Standorten in Duisburg und Hamburg - sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis zum 31. März 2020 ausgeschlossen.

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Gemeinsame Presseinformation anlässlich der Vorstellung der Beschäftigungs- und Zukunftssicherungsvereinbarung „Wir gemeinsam für unsere Zukunft“
  • Beschäftigungssicherung   bis 31. März 2020 – Strukturen bleiben erhalten
  • Mehr Flexibilität für Beschäftigte und Unternehmen durch moderne Persona-linstrumente   
  • Nachhaltiges Einsparpotenzial von 10 Mio. Euro pro Jahr

FRIEDRICHSHAFEN – Die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung   und Zukunftsgestaltung   bei Rolls-Royce Power Systems (RRPS) und der MTU Friedrichshafen sind ein starkes Signal für Friedrichshafen und die ganze Bodensee-Region: Für rund 6.000 Beschäftigte in Friedrichshafen – und darüber hinaus an den Standorten in Duisburg und Hamburg - sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis zum 31. März 2020 ausgeschlossen. Die Standorte bleiben in ihrer Struktur erhalten, und durch die Einführung eines ganzen Bündels moderner Arbeitszeit- und Personalinstrumente gewinnen Beschäftigte und Unternehmen mehr Flexibilität. Das sind die Eckpunkte einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat, IG Metall und Unternehmensleitung für Rolls-Royce Power Systems und das Kernunternehmen MTU Friedrichshafen.

Unter dem Titel „Wir gemeinsam für unsere Zukunft“ haben sich die drei Parteien innerhalb von nur drei Monaten   auf ein umfassendes Paket an Betriebs- und Ergänzungsvereinbarungen zu Tarifverträgen verständigt. Über 4.000 Beschäftigte ließen sich am heutigen Freitag bei einer Betriebsversammlung in der Messe Friedrichshafen aus erster Hand von Betriebsratsvorsitzendem Thomas Bittelmeyer, IG Metall Bezirksleiter Roman Zitzelsberger und Arbeitsdirektor Marcus A. Wassenberg über die Einzelheiten informieren.

Für die Beschäftigten ergeben sich durch die Einführung der neuen Personalinstrumente vielfältige Möglichkeiten bei der Gestaltung ihrer Arbeits- und Lebenszeit. Neue Arbeitszeitkontenmodelle mit einer Arbeitszeitbandbreite von 28 bis 40 Stunden pro Woche, Regelungen für lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle oder etwa zu mobilem Arbeiten sorgen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Hierzu gehört auch die Einführung einer vergüteten Pflegezeit für die Betreuung naher Angehöriger und der Ausbau der Altersteilzeit. Gute Nachrichten auch für die „Auslerner“: Über eine „Konzerndrehscheibe“ wird eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Dual-Studierenden grundsätzlich ermöglicht.

Das Unternehmen gewinnt durch die Neuregelungen ebenfalls   Flexibilität, um künftig besser auf schwankende und kurzfristige Auftrags- und Auslastungslagenreagieren zu können. Mit der Umsetzung der Vereinbarungen werden Rolls-Royce Power Systems und mtu zudem   Einsparungen von 10 Millionen Euro pro Jahr realisieren können.

Eine Nebenvereinbarung sieht vor, dass Umstrukturierungen und Veränderungen der Arbeitsplätze im Sinne einer Weiterentwicklung des Standorts und des Unternehmens nicht nur möglich, sondern erforderlich und gewollt sind. Bis zu 550 Arbeitsplätze, davon maximal 150 im Bereich der gewerblich Beschäftigten, können in diesem Zusammenhang allerdings nur auf freiwilliger Basis abgebaut werden.

Angesichts eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks und gravierender Veränderun-gen im globalen Markt für Großmotoren und Antriebssysteme hat der Vorstand be-reits vor wenigen Monaten das Programm „RRPS 2018 – unsere Zukunft gestalten“ aufgesetzt, um das Unternehmen strategisch und operativ weiter zu entwickeln. Im Kern geht es dabei um eine Stärkung der Wettbewerbspositionen die Sicherstellung von nachhaltigem Wachstum.

Thomas Bittelmeyer, Vorsitzender des Betriebsrats der Rolls-Royce Power Systems AG und der MTU Friedrichshafen GmbH: „Der Abschluss der Vereinbarungen ist ein guter Tag für alle Beschäftigten – wir haben jetzt die Sicherheit, für die wir lange gekämpft haben. Kein Beschäftigter muss fürchten, betriebsbedingt gekündigt zu werden. Mit der Vereinbarung konnte auch der Knoten zu zahlreichen Einzelthemen, wie etwa neuen Arbeitszeitregelungen   oder zum mobilen Arbeiten, durchgehauen werden, für die wir uns seit langem einsetzen. Wir in solchen Verhandlungen üblich, haben die Beschäftigten in den Verhandlungen auch einiges gegeben, zum Beispiel durch die Anrechnung der übertariflichen Zulagen bis 10 Prozent. Unter dem Strich haben wir aber mehr gewonnen! Und: Diese Vereinbarung hat Signalwirkung für die Bodensee-Region und darüber hinaus für das gesamte Land Baden-Württemberg. In ihrem Umfang und in ihrer Ausprägung ist sie wegweisend.“

Marcus A. Wassenberg, Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG und Ge-schäftsführer der MTU Friedrichshafen GmbH sowie seit einem Jahr Arbeitsdirektor beider Unternehmen: „Die Vereinbarungen sind fair für das Unternehmen und die Beschäftigten.   Wir können konsequent den Weg der Modernisierung gehen, erhal-ten gleichzeitig aber die Strukturen und sichern gute Arbeit. Das vom Vorstand auf den Weg gebrachte Zukunftsprogramm RRPS 2018 und das jetzt zusammen mit dem Betriebsrat und der IG Metall beschlossene Paket zur Beschäftigungssicherung sind zwei Seiten einer Medaille. Sicherheit für die Beschäftigten und die Notwendigkeit zu Veränderung schließen sich nicht aus. Entscheidend ist: Wir gewinnen die notwendige Flexibilität, um in unserem dynamischen und herausfordernden Marktumfeld zielgerichteter agieren zu können. Und mit dem Bündel an neuen, modernen Personalinstrumenten setzen RRPS und mtu ein Ausrufezeichen in der Industrie: Wir machen es unseren Beschäftigten leichter, Leben und Arbeiten in Einklang zu bringen – und steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“
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Eine Übersicht über die beschlossenen Maßnahmen findet sich auf dem beigefügtem Informationsblatt.
Stefan Wortmann Head of Communications
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