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Innovationsbeauftragter der Bundesregierung für Grünen Wasserstoff zu Gast bei Rolls-Royce

Veröffentlicht am 13 Juli 2021

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  • Dr. Stefan Kaufmann informiert sich über
    Forschungs- und Entwicklungs-Projekte von Rolls-Royce Power Systems
  • Unternehmen treibt mit neuer Business Unit „Sustainable Power Solutions“ Entwicklung nachhaltigerer Lösungen voran
  • Brennstoffzelle und Wasserstoffmotor ergänzen bald Produktportfolio 
  • Aus Ökostrom hergestellte E-Kraftstoffe können Verbrennungsmotoren sauberer antreiben

Rolls-Royce sieht Wasserstoff als eines der Schlüsselelemente für die klimaneutrale Zukunft. Schon jetzt beschäftigt sich der Geschäftsbereich Power Systems intensiv mit der Brennstoffzelle, einem Wasserstoffmotor und dem Einsatz von regenerativ erzeugten Kraftstoffen, die schon bald bestehende Verbrennungsmotoren sauberer antreiben können. Das „Wasserstoff-Ökosystem“ schnell auszubauen ist eine Herausforderung - ein branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch ist deshalb unabdingbar. Dr. Stefan Kaufmann, Innovationsbeauftragter für grünen Wasserstoff beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) war zu Gast bei Power Systems und informierte sich über die zukunftsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte. 

„Mit unserer Strategie PS2030 haben wir bereits 2017 die Grundlage unserer Transformation vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter, nachhaltiger Lösungen gelegt und seither einige wichtige Meilensteine durchlaufen. Mit unserer neuen Business Unit Sustainable Power Solutions haben wir seit März neben den technischen nun auch die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, um im Kampf gegen den Klimawandel voranzugehen“, sagt Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems. „Eine klimaneutrale Zukunft können wir aber nur dann erreichen, wenn sich verschiedene Akteure vernetzen und zusammenarbeiten – ich freue mich deshalb sehr über den Besuch von Herrn Dr. Kaufmann.“

„Unsere Klimaschutzziele erreichen wir nur durch Innovationen. Dafür brauchen wir alle: Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Rolls-Royce arbeitet engagiert und im Zusammenschluss mit weiteren Partnern daran, klimaneutrale Energie- und Antriebslösungen zu entwickeln“, sagte Dr. Stefan Kaufmann. „Genau solches Engagement benötigen wir, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Ich freue mich, auch künftig mit innovativen Unternehmen wie Rolls-Royce im Austausch zu stehen und wünsche allen Beteiligten für ihre Arbeit viel Erfolg, Forschergeist und Umsetzungskraft. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement, um wirtschaftliche Stärke und Klimaschutz miteinander zu vereinbaren. Diese Chance gilt es gemeinsam kraftvoll zu nutzen.“ 

Von Wasserstoff bis hin zu synthetischen Kraftstoffen

Zusammen mit Industrieunternehmen und Universitäten erforscht Rolls-Royce Power Systems im Forschungsprojekte MethQuest Antriebslösungen der Zukunft. Hier arbeiten Ingenieure von Rolls-Royce neben Gasmotorenkonzepten zur Reduzierung der klimaschädlichen Methan-Emissionen auch an der Methanol- und Wasserstoffverbrennung. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können für die Entwicklung neuer Motoren genutzt werden.

„Der Schlüssel zu einer CO2-freien Mobilität und Energieerzeugung liegt in den Kraftstoffen“, sagt Daniel Chatterjee, Director Technology Strategy & Regulatory Affairs beim Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems. „Dank moderner Power-to-X-Verfahren, bei denen mit Ökostrom per Elektrolyse Wasserstoff gewonnen wird, der dann direkt genutzt oder zu E-Methan, E-Methanol oder E-Diesel weiterverarbeitet werden kann, können auch sogenannte High Power-Anwendungen wie Schiffe klimaneutral betrieben werden. Darüber hinaus ermöglichen neue Kraftstoffe auch neue Antriebstechnologien“, so Chatterjee.

Brennstoffzellen-Demonstrator nimmt bald den Betrieb auf

Eine dieser neuen Antriebstechnologien ist die Brennstoffzelle: Durch eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff entsteht Strom, der den Elektromotor emissionsfrei antreibt. Bereits diesen Herbst wird Rolls-Royce an seinem Standort Friedrichshafen ein mit Brennstoffzellentechnik betriebener Demonstrator zur Notstromversorgung in Betrieb nehmen – und damit zeigen, wie Brennstoffzellen in der stationären Stromversorgung eingesetzt werden können. 

Auf den Markt bringen wird Rolls-Royce die Brennstoffzelle dann im Jahr 2025 – zunächst für die Stromerzeugung, später dann auch als Marine-Antrieb. 

Über Rolls-Royce Holdings plc

  1. Rolls-Royce ist Vorreiter bei Antriebs- und Energielösungen, die die Gesellschaft verbinden, antreiben und schützen. Wir haben uns verpflichtet, bis 2030 Klimaneutralität in unserem Betrieb zu erreichen. Wir sind der UN-Kampagne Race to Zero im Jahr 2020 beigetreten und haben uns verpflichtet sicherzustellen, dass unsere neuen Produkte bis 2030 und alle unsere Produkte bis 2050 klimaneutral betrieben werden können.
  2. Rolls-Royce Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter. Unter der Marke mtu vertreibt das Unternehmen schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie für die Öl- und Gasindustrie sowie Diesel- und Gassysteme und Batteriecontainer für sicherheitskritische Anwendungen, zur Dauerstromerzeugung, für Kraft-Wärme-Kopplung und für Microgrids. 
  3. Rolls-Royce hat Kunden in mehr als 150 Ländern, darunter mehr als 400 Flug- und Leasinggesellschaften, 160 Streitkräfte und Seestreitkräfte, sowie mehr als 5.000 Energie- und Kernenergiekunden.
  4. Der Jahresumsatz 2020 betrug 11,76 Milliarden britische Pfund und wir investierten 1,25 Milliarden britische Pfund in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterstützt ein weltweites Netzwerk von 28 universitären Technologie-Centern, durch die Rolls-Royce-Ingenieure unmittelbar an wissenschaftlicher Spitzenforschung teilhaben. 
Christoph Ringwald Leiter Unternehmenskommunikation
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+49 7541 90 4350
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