PRESSEMELDUNG Bergbau

Rolls-Royce entwickelt und testet Hybridantrieb für Muldenkipper für effizienten und nachhaltigen Bergbau

Veröffentlicht am 07 Mai 2026

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  • Minenbetreiber sparen durch Hybridantrieb bis zu 30 % an Kraftstoffkosten und CO2-Emissionen
  • Rolls-Royce testet Pilotfahrzeug mit mtu-Hybridsystem noch 2026 in einer Mine
  • Modulare, integrierte Lösung zur Nachrüstung bestehender Muldenkippern

Rolls-Royce Power Systems entwickelt ein Hybridantriebssystem für Muldenkipper und bringt es ab Herbst 2026 in einer Mine in den Praxistest. Das System kombiniert bewährte mtu-Motoren der Baureihe 4000 mit einem leistungsfähigen elektrischen Antriebsstrang. Je nach Topografie und Einsatzprofil der Mine lassen sich im Vergleich zu konventionellen Antrieben bis zu 30 Prozent Kraftstoff und CO2‑Emissionen einsparen. Das Entwicklungskonzept stellt Rolls-Royce auf der Electric-Mine-Konferenz am 7. Mai 2026 in Lissabon vor.

Das Hybridsystem speichert die Bremsenergie des Muldenkippers bei der Bergabfahrt in Batterien. Beim anschließenden Bergauffahren wird diese Energie genutzt, um die Radmotoren anzutreiben. Der Dieselantrieb arbeitet dadurch mit geringerer Last – und verbraucht deutlich weniger Kraftstoff. Gleichzeitig sinken die CO2‑Emissionen. Ziel ist ein modulares, skalierbares System, das sich an unterschiedliche Fahrzeugtypen, Minentopografien und Betriebsbedingungen anpassen lässt.

„Rolls-Royce reagiert mit dieser neuen Entwicklung auf das wachsende Bestreben der globalen Bergbauindustrie, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten“, erklärt Cobus van Schalkwyk, Vice President Global Mining bei Rolls-Royce Power Systems.

Die Nachfrage nach kritischen Mineralien für Energiewende, Elektromobilität und große Rechenzentren steigt rasant. Gleichzeitig haben sich führende Bergbauunternehmen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 30 bis 40 Prozent zu senken und bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften.

„Der Transport im Tagebau mit Muldenkippern verursacht den größten Anteil der Produktionskosten – und einen erheblichen Teil der Emissionen. Hybride Antriebssysteme bieten hier einen wirksamen Hebel für Kostensenkung und Dekarbonisierung“, so van Schalkwyk.

Seit Jahrzehnten treiben mtu-Dieselmotoren zuverlässig Fahrzeuge für den Tagebau an: von Sprenglochbohrgeräten über Bagger und Radlader bis hin zu Muldenkippern und weiteren Bergbaumaschinen, ob dieselmechanisch, dieselelektrisch oder dieselhydraulisch.

Die Motoren der mtu-Baureihe 4000 wurden für einen leistungsstarken, vielseitigen und zugleich effizienten Dauerbetrieb entwickelt. Zudem sind die wichtigsten Varianten für den Einsatz des nachhaltigen Kraftstoffs HVO (hydriertes Pflanzenöl) freigegeben und ermöglichen schon heute eine deutliche Reduzierung der CO2-Bilanz.

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce bewegt die Welt: Das Unternehmen entwickelt hochmoderne Energie- und Antriebssysteme, die Menschen verbinden, schützen und voranbringen. Ob in der Luft, zu Wasser oder an Land – die Lösungen von Rolls-Royce decken den steigenden Energiebedarf in einer zunehmend vernetzten Welt. Sie unterstützen Regierungen bei der technologischen Ausstattung ihrer Streitkräfte und liefern effiziente Technologien für die Industrie, Luftfahrt und Schifffahrt. 

Zum Konzern gehört auch Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen. Unter der Marke mtu bietet das Unternehmen innovative Lösungen für die Energie- und Antriebstechnik – darunter schnelllaufende Motoren und Systeme für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Anwendungen. Das Portfolio reicht von fortschrittlichen Diesel- und Gasmotoren über Batterielösungen bis hin zu integrierten Energiesystemen für sicherheitskritische Anwendungen, Dauerstromversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung und Microgrids. Mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden weltweit treibt Power Systems aktiv die Energiewende voran.

Rolls-Royce ist heute in 48 Ländern vertreten und beliefert Kunden in über 100 Ländern. Dazu zählen Fluggesellschaften, Leasingunternehmen, Streitkräfte sowie Industrie- und Schifffahrtskunden. Durch ein mehrjähriges Transformationsprogramm stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit – und schafft die finanziellen Freiräume, um nachhaltige Technologien gezielt zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Zum 31. Dezember 2025 erzielte Rolls-Royce plc einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro* (20,1 Milliarden brit. Pfund Sterling) und einen bereinigten operativen Gewinn von rund 4 Milliarden Euro (3,46 Milliarden brit. Pfund Sterling). Die Aktie ist an der Londoner Börse notiert (LSE: RR., ADR: RYCEY, LEI: 213800EC7997ZBLZJH69).

* Angaben in € informativ, umgerechnet mit konstantem Wechselkurs (Wechselkursfaktor 1,1812), Verbindlich sind die Angaben in brit. Pfund Sterling.
Mehr unter: www.rolls-royce.com

Kontakt

Silke Rockenstein Pressesprecherin Fachpresse, alle Regionen
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