Power Generation

Rolls-Royce und Shanghai Cooltech Power produzieren gemeinsam Stromaggregate mit MTU-Motoren in China

Veröffentlicht am 24 August 2020

Das neue Unternehmen MTU Cooltech Power Systems wird Notstromaggregate mit MTU-Motoren der Baureihen 1600, 2000 und 4000 produzieren, für Anwendungen wie unter anderem Krankenhäuser, Flughäfen, Bergbau, Halbleiter, Telekommunikation und den schnell wachsenden Markt für Rechenzentren.

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  • Neues 50/50-Joint Venture für den chinesischen Markt in Shanghai gegründet
  • Ziel ist stärkere Position im Markt der Notstromversorgung vor allem für Rechenzentren
  • Produktion von Aggregaten mit MTU-Motoren soll Ende 2020 starten

Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce und Shanghai Cooltech Power Co. Ltd., ein führender chinesischer Hersteller von Stromerzeugungssystemen, haben mit der Gründung eines 50/50-Joint Ventures gemeinsam einen bedeutenden Schritt zur Stärkung ihrer Marktstellung in China getan. Das neue Unternehmen MTU Cooltech Power Systems wird Notstromaggregate mit MTU-Motoren der Baureihen 1600, 2000 und 4000 produzieren, für Anwendungen wie unter anderem Krankenhäuser, Flughäfen, Bergbau, Halbleiter, Telekommunikation und den schnell wachsenden Markt für Rechenzentren. Dieser hat kürzlich durch den von der chinesischen Regierung gestarteten Entwicklungsplan Neue Infrastruktur, ein Programm zur Beschleunigung der digitalen Transformation der Wirtschaft, einen bedeutenden Impuls erhalten.

Tobias Ostermaier, President MTU Greater China bei Rolls-Royce Power Systems, sagte: „Dies ist ein wichtiger Schritt, um unser schnell wachsendes Geschäft in China weiter zu beschleunigen. Wir setzen unsere Wachstumsstrategie für Dieselsysteme in China fort und entwickeln uns weiter zu einem Anbieter integrierter Energielösungen in diesem strategisch wichtigen Markt. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden mit der in China üblichen hohen Geschwindigkeit MTU-Systemlösungen von Weltklasse liefern zu können. Der chinesische Markt bietet enorme Chancen für das Geschäftswachstum von Power Systems in einem herausfordernden globalen Umfeld. Wir spielen mit unseren erstklassigen sicherheitskritischen MTU-Stromversorgungslösungen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Stromversorgung für Chinas neue Infrastruktur wie Telekommunikationsnetze, Server und Rechenzentren.“

Xu Nai Qiang, President von Shanghai Cooltech Power, sagte: „Wir sind stolz, dieses neue Joint Venture mit Rolls-Royce zu gründen, welches uns ermöglicht, Produkte höchster Qualität für den chinesischen Markt herzustellen und so die langjährige Erfolgsgeschichte unserer Zusammenarbeit fortzusetzen und zu vertiefen.“

Rolls-Royce und Shanghai Cooltech Power verbindet seit 2013 eine enge Partnerschaft. Shanghai Cooltech Power ist einer der größten Kunden des Geschäftsbereichs Power Systems in China und hat bereits fast 1.000 MTU-Motoren in Notstromaggregate verbaut. Ein Schwerpunkt ist dabei der Markt für Rechenzentren, der nun auch ein wichtiges Ziel für das Joint Venture sein wird.

MTU Cooltech Power Systems wird beim Start in diesem Jahr rund 50 Mitarbeiter haben. Es produziert verschiedene Stromaggregate auf Basis von MTU-Motoren, die aus Deutschland und China geliefert werden. Rolls-Royce und Shanghai Cooltech Power liefern diese Aggregate dann an ihre chinesischen Kunden.

Die Produktion in China verkürzt die Lieferzeiten entscheidend. In Kombination mit dem direkten Zugang zur qualitativ hochwertigen und preislich wettbewerbsfähigen Lieferkette in China verbessert das Joint Venture so die Wettbewerbsposition von MTU-Systemlösungen auf dem chinesischen Markt. “Dadurch sind wir in Zukunft in der Lage, unser Angebot noch besser an die Marktanforderungen anzupassen und unsere Kunden lokal zu unterstützen. Unabhängig von dem neuen Joint Venture, werden wir an unseren langjährigen strategischen Partnerschaften und vielfach bewährten Kooperationen mit unseren weiteren chinesischen Partnern im Bereich der dezentralen Stromversorgung in China festhalten und diese gezielt fortführen und stärken“, erklärte Tobias Ostermaier.

Der Ausbau des Marktanteils in China und der Aufbau und die Vertiefung von Partnerschaften sind ein wichtiger Teil der Strategie PS 2030, mit der sich der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce aktuell vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter Lösungen wandelt.

Bereits seit dem Jahr 2006 produziert Rolls-Royce MTU-Motoren in China und hat mit chinesischen Herstellern Joint Ventures gegründet, um sein Geschäft im Laufe der Jahre weiter zu lokalisieren. Die Gründung von MTU Cooltech Power Systems wird dazu beitragen, die Lokalisierung in China zu beschleunigen, um Geschäftsmöglichkeiten nutzen und den Markt besser bedienen zu können.

Über Rolls-Royce Holdings plc

  1. Rolls-Royce geht mit modernsten Technologien voran, um umweltfreundliche, sichere und wettbewerbsfähige Lösungen für den weltweiten Antriebs- und Energiebedarf anzubieten.
  2. Rolls-Royce Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen beschäftigt ungefähr 10.000 Mitarbeiter. Unter der Marke MTU vertreibt das Unternehmen schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme für Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie für die Öl- und Gasindustrie sowie Diesel- und Gassysteme und Batteriecontainer für sicherheitskritische Anwendungen, zur Dauerstromerzeugung, für Kraft-Wärme-Kopplung und für Microgrids. Mittelschnelllaufende Motoren aus Bergen treiben Schiffe und Energieanlagen an.
  3. Rolls-Royce hat Kunden in mehr als 150 Ländern, darunter mehr als 400 Flug- und Leasinggesellschaften, 160 Streitkräfte, 70 Seestreitkräfte, sowie mehr als 5.000 Energie- und Kernenergiekunden.
  4. Der Jahresumsatz 2019 betrug 15,45 Milliarden britische Pfund, davon stammt etwa die Hälfte aus dem Servicegeschäft.
  5. 2019 investierte Rolls-Royce 1,46 Milliarden britische Pfund in Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterstützt ein weltweites Netzwerk von 29 Universitären Technologie-Centern (UTCs), durch die Rolls-Royce-Ingenieure unmittelbar an wissenschaftlicher Spitzenforschung teilhaben.
Rolf Behrens Sprecher Fachmedien Landfahrzeuge und Behördengeschäft
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