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Rolls‑Royce stärkt digitale Ausbildung der Bundeswehr-Marine

Veröffentlicht am 10 Juni 2026

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  • Einsatznahes Training für Marine‑Schiffstechniker an der Marinetechnikschule in Parow
  • Virtuelle Wartung, Diagnose und Fehlerbehebung am mtu‑Motor der Baureihe 4000
  • Kombination aus realistischem Trainingsmotor, Augmented Reality und Virtual Reality
  • Vorbereitung auf den Einsatz an Bord der F125‑Fregatten der „Baden-Württemberg“-Klasse lange vor dem ersten Seegang

Rolls-Royce Power Systems digitalisiert die Ausbildung von Schiffstechnikern an der Marinetechnikschule (MTS) der Deutschen Marine in Parow. Statt erstmals im Maschinenraum zu üben, trainieren die Teilnehmer bereits an Land an einem realistischen Modell des 20-Zylinder-Motors der mtu-Baureihe 4000. Augmented Reality und eine speziell entwickelte Software bilden Wartung, Diagnose und Fehlerszenarien realitätsnah ab – lange bevor die Techniker an Bord einer F125-Fregatte gehen. Damit unterstützt das Unternehmen die Bundeswehr bei der schiffstechnischen Ausbildung des zukünftigen Marinepersonals.

„Ein stationärer Motor kombiniert mit 3D- und Augmented-Reality-Technologie – das gab es in der Bundeswehr bisher nicht. Erstmals lassen sich Fehler- und Schadensszenarien realitätsnah simulieren. Die Teilnehmer üben nicht nur die Diagnose, sondern auch die Behebung, bevor sie an Bord gehen. So sind sie vorbereitet, wenn jede Minute zählt. Dass uns die Marinetechnikschule dafür ihr Vertrauen schenkt, hat für uns große Bedeutung“, sagt Knut Müller, Senior Vice President Global Governmental Business bei Rolls-Royce Power Systems.

„Neu ist, dass wir für die F125 erstmals reale Einsatzbedingungen an Land abbilden: gleicher Motor, gleiches Motormanagement und gleiches Werkzeug. Ergänzt wird das Training durch Augmented Reality und 3D-Darstellungen. So erleben die Schiffstechniker Wartung und Fehlerszenarien realitätsnah, bevor sie an Bord gehen“, sagt der verantwortliche Projektkoordinator im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw).

Seit März 2026 steht in der Marinetechnikschule ein 20-Zylinder-Motor der mtu-Baureihe 4000 für das Training bereit. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Kaltmodell des mtu-Motors des Typs 20V 4000 M53B. Dieser ist identisch mit dem Motor an Bord der deutschen Fregatte F125 – jedoch ohne Betriebsstoffe wie Kraftstoff, Öl oder Druckluft. An Bord der „Baden-Württemberg“-Klasse F125 befinden sich vier mtu-Aggregate, die sowohl für den Bordstrom als auch für den Fahrbetrieb eingesetzt werden. Rolls-Royce Power Systems hat diese Aggregate speziell für die hohen Anforderungen der deutschen Marine ausgelegt. Der mtu-Motor 20V 4000 M53B erfüllt dabei nicht nur die besonders hohen Schockanforderungen, auch das Geräuschniveau im Betrieb ist besonders gering.

Die neue Ausbildungs-Software gibt den Schiffstechnikern Zugriff auf alle relevanten Unterlagen: von Diagnoseanleitungen bis zu Wartungs- und Reparaturprozessen. Ein funktionales Motormanagement ermöglicht die Anzeige von Betriebswerten sowie die Simulation realistischer Störungs‑ und Schadensszenarien. Mit der Augmented‑Reality‑Technologie lassen sich ablauforientierte Tätigkeiten zur Schadensbehebung plakativ darstellen. Zusätzlich steht eine Virtual-Reality-Umgebung mit einer beweglichen 3D-Applikation des Motors zur Verfügung, in der sich Baugruppen bis auf Kleinteilebene darstellen lassen.

Rolls‑Royce Power Systems stellt für die Ausbildung die komplette digitale Ausstattung bereit: robuste Toughbooks, Monitore, Trainingscomputer und mobile Geräte. Auch die praktische Arbeit kommt nicht zu kurz: für den Motor liefert Rolls‑Royce Power Systems Werkzeuge, Montageplattformen und alle notwendigen Komponenten für realitätsnahe Übungen.

Über Rolls-Royce Holdings plc

Rolls-Royce bewegt die Welt: Das Unternehmen entwickelt hochmoderne Energie- und Antriebssysteme, die Menschen verbinden, schützen und voranbringen. Ob in der Luft, zu Wasser oder an Land – die Lösungen von Rolls-Royce decken den steigenden Energiebedarf in einer zunehmend vernetzten Welt. Sie unterstützen Regierungen bei der technologischen Ausstattung ihrer Streitkräfte und liefern effiziente Technologien für die Industrie, Luftfahrt und Schifffahrt. 

Zum Konzern gehört auch Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen. Unter der Marke mtu bietet das Unternehmen innovative Lösungen für die Energie- und Antriebstechnik – darunter schnelllaufende Motoren und Systeme für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge sowie für militärische Anwendungen. Das Portfolio reicht von fortschrittlichen Diesel- und Gasmotoren über Batterielösungen bis hin zu integrierten Energiesystemen für sicherheitskritische Anwendungen, Dauerstromversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung und Microgrids. Mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden weltweit treibt Power Systems aktiv die Energiewende voran.

Rolls-Royce ist heute in 48 Ländern vertreten und beliefert Kunden in über 100 Ländern. Dazu zählen Fluggesellschaften, Leasingunternehmen, Streitkräfte sowie Industrie- und Schifffahrtskunden. Durch ein mehrjähriges Transformationsprogramm stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit – und schafft die finanziellen Freiräume, um nachhaltige Technologien gezielt zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen.

Zum 31. Dezember 2025 erzielte Rolls-Royce plc einen Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro* (20,1 Milliarden brit. Pfund Sterling) und einen bereinigten operativen Gewinn von rund 4 Milliarden Euro (3,46 Milliarden brit. Pfund Sterling). Die Aktie ist an der Londoner Börse notiert (LSE: RR., ADR: RYCEY, LEI: 213800EC7997ZBLZJH69).

* Angaben in € informativ, umgerechnet mit konstantem Wechselkurs (Wechselkursfaktor 1,1812), Verbindlich sind die Angaben in brit. Pfund Sterling.
Mehr unter: www.rolls-royce.com

Kontakt

Johannes Jerg Leiter Externe Kommunikation, Pressesprecher
Tel.:
+49 7541 90 8979
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