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Die Energiewende auf dem Gleis

Veröffentlicht am 19 September 2018 von Christoph Ringwald, Bilder von mtu, Porterbrook, Irish Rail, Alstom

Hybridtechnologie erreicht Serienreife: mtu hat eine Reihe von Vereinbarungen zum Kauf von mtu-Hybrid-Bahnantrieben unterzeichnet.

mtu präsentiert auf der internationalen Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin serienreife Hybrid-Antriebstechnologie für Bahntriebwagen, wie der Vertrieb erfolgreich belegt: Die Irische Staatsbahn Irish Rail, die britische Bahn-Leasing-Unternehmen Porterbrook und Alpha Trains sowie die Partner Abellio, Alstom und Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt unterschrieben auf der Messe Absichtserklärungen über den Kauf von mtu Hybrid-Antriebssystemen.

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Irish Rail wird demnach 9, Porterbrook vier, der Verbund aus Abellio, Alsthom und Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt sechs mtu-Hybrid-PowerPacks kurzfristig beziehen. Die entsprechenden Verträge werden derzeit ausgearbeitet. Für die Zeit nach der Erprobung bei den Kunden ist die Abnahme von Hybrid-Antrieben im jeweils dreistelligen Bereich zur Ausrüstung der jeweiligen Triebwagenflotten bereits in den Vereinbarungen formuliert. 

Das Hybrid-PowerPack von mtu ist ein umweltfreundliches Antriebssystem, das die Vorzüge von Batterie- und dieselbetriebenen Zügen vereint. Es verbindet einen mtu-Dieselmotor, der die zukünftige Emissionsrichtlinie EU-Stufe V einhält, mit einer elektrischen Maschine (die sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden kann) und dem Batteriesystem mtu EnergyPack, das die Energie speichert, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. So wird unter anderem ein lokal emissionsfreier, batterieelektrischer Betrieb möglich.
Abellio Rail Mitteldeutschland, Alstom, Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) und mtu wollen gemeinsam eine neue Hybrid-Antriebslösung für Coradia Lint-Dieselzüge einführen, die zur Flotte von Abellio gehören.
mtu und Iarnród Éireann Irish Rail, die Staatsbahn der Republik Irland, vereinbarten die Lieferung von zunächst neun mtu Hybrid-PowerPacks ab dem Jahr 2021 für Züge der Class 22000.

„Das mtu Hybrid-PowerPack hat mich beeindruckt: Es ist ein Paradebeispiel für innovative und umweltfreundliche High-Tech aus Deutschland. Es fördert schnelle Mobilität bei gleichzeitig weniger Emissionen und sorgt so für bessere Luft. Durch den lokal emissionsfreien Betrieb und die Möglichkeit, Verspätungen aufzuholen, macht die Antriebslösung den Bahnverkehr für Reisende und Anwohner gleichermaßen deutlich attraktiver. Darüber hinaus kann dieser alternative Antrieb einen wichtigen Beitrag leisten zum Erreichen unserer Klimaziele im Schienenpersonennahverkehr. Wir sollten diese serienreife Technologie so bald wie möglich auch in Deutschland auf die Schiene bringen und neue Kunden für den Bahnverkehr begeistert“, sagt Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Scheuer besuchte ebenso wie sein britischer Amtskollege Christopher Grayling den Messestand von mtu auf der Innotrans und ließ sich von Andreas Schell, CEO Rolls-Royce Power Systems, die Vorzüge der Hybrid-PowerPacks auf der Schiene vorstellen. 

mtu and Porterbrook, the UK’s largest owner of passenger rolling stock, have agreed the delivery of mtu Hybrid PowerPacks that can convert Class 168 and Class 170 ‘Turbostar’ DMUs from diesel-only to hybrid-electric operation.

Vom Motorenhersteller zum integrierten Lösungsanbieter 

„Wir freuen uns über das große Interesse an unserem Produkt – nicht nur, weil wir in der Teilelektrifizierung großes kommerzielles Potenzial sehen, sondern auch, weil die Technologie Teil der Transformation unseres Unternehmens vom Motorenhersteller zum Lösungsanbieter kompletter Antriebs- und Energielösungen ist“, fasst Andreas Schell zusammen. 

Im Zuge seiner Neuausrichtung setzt mtu auf digitalisierte Antriebssysteme und zunehmende Elektrifizierung und hat eine „Digital Solutions“-Abteilung eingerichtet. Nicht nur im Kerngeschäft mit Antrieben setzt mtu dabei auf die Energiewende: Neben dem Kerngeschäft mit Antrieben setzt mtu zudem auf das Thema „Smart Grids“, intelligente dezentrale Energieversorgungssysteme für die Energiewelt der Zukunft. 

Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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