EPA Tier 4: Weniger NOx, Feinstaub und Kohlenwasserstoffe
Für die drei 44 Meter langen Katamarane lieferte Rolls-Royce ab Ende 2017 insgesamt sechs 16-Zylinder-Motoren der mtu-Baureihe 4000, sechs mtu-SCR-Systeme und sechs ZF-Getriebe sowie für alle drei Schiffe die mtu-Automation „Bluevision“ zur Antriebssteuerung. Die Motoren mit jeweils 2.560 Kilowatt Leistung (1.800 U/min) beschleunigen die Katamarane auf bis zu 34 Knoten. Die Schnellfähren werden von der Werft Dakota Creek Industries gebaut. Seit 1. Januar 2016 unterliegen Schiffe wie die San Francisco Bay-Fähren in den USA der Emissionsrichtlinie EPA Tier 4. Das bedeutet, dass die Emissionen ihrer Antriebe, insbesondere Stickoxide, Partikel und Kohlenwasserstoffe, gegenüber der zuvor gültigen Regelung erheblich reduziert werden müssen.
Das integrierte Antriebssystem aus Dieselmotoren der Baureihe 4000 und SCR-System zur Abgasnachbehandlung von mtu für die Emissionsrichtlinien IMO III und EPA Tier 4 reduziert die Emissionen deutlich. Durch Weiterentwicklungen bei der Aufladung, beim Verbrennungsprozess und der Einspritzung der Motoren in Kombination mit dem neuen SCR-System werden die Stickoxid-Emissionen gegenüber IMO II um 75 Prozent reduziert und die Partikel-Emissionen gegenüber EPA Tier 3 um 65 Prozent. Ein zusätzlicher Dieselpartikelfilter wird nicht benötigt. Der Kraftstoffverbrauch konnte gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu fünf Prozent verringert werden. Der Leistungsbereich der verschiedenen Zylindervariationen liegt zwischen 1.380 und 3.220 Kilowatt.
20 Jahre Zusammenarbeit und mehr als 30 Motoren
Seit 1997 arbeiten Rolls-Royce und der San Francisco Bay-Fährbetreiber zusammen, stark unterstützt durch den mtu-Distributor Pacific Power Group. Heute betreibt WETA seine Personenfähren mit über 30 Motoren der mtu-Baureihen 2000 und 4000.