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mtu zeigt auf DIMDEX neues Schiffsaggregat der Baureihe 1600

Veröffentlicht am 25 März 2014

Unter der Marke mtu stellt Rolls-Royce Power Systems auf der Fachmesse für Seeverteidigung DIMDEX in Katar (Stand H4-50) vom 25. bis 27. März erstmals ein neues Schiffsaggregat vor.

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  • 1600er-Aggregat vervollständigt Marinegenset-Portfolio von mtu
  • Weiterentwickelte Ladeaggregate für U-Boote
  • Automationssystem Callosum für optimalen Betrieb

Friedrichshafen, 25. März 2014. Unter der Marke mtu stellt Rolls-Royce Power Systems auf der Fachmesse für Seeverteidigung DIMDEX in Katar (Stand H4-50) vom 25. bis 27. März erstmals ein neues Schiffsaggregat vor. Es basiert auf dem 6-Zylinder-Reihenmotor der IMO Tier II und EPA Tier 3 zertifizierten Motorbaureihe 1600, die bis zu 323 Kilowatt leistet. Abgeleitet aus der robusten und sehr wirtschaftlichen Baureihe 1600 für landbasierte Stromerzeugung ist die Marinevariante für den Antrieb von Bordstromaggregaten ausgelegt. Mit überdurchschnittlich langen Wartungsintervallen und einem spezifischen Kraftstoffverbrauch von unter 205 g/kWh bei voller Dauerleistung setzt das neue Aggregat Standards bei niedrigen Gesamtbetriebskosten. Dabei bietet der Motor eine hohe Variabilität und kann neben Klassifikationsvorschriften für kommerzielle Anwendungen auch die Anforderungen von anspruchsvollen zivilen und militärischen Anwendungen wie Akustik, Schock und magnetische Signaturen erfüllen. Der Motor der Baureihe 1600 wird bei mtu in den Produktionsprozessen für Marinemotoren hergestellt. Dadurch lassen sich auch anspruchsvolle Logistikanforderungen (ILS) für weltweite Einsätze von Marinen und Küstenwachen realisieren.

Auf der Messe informiert mtu zudem über die aktuellen, IMO Tier II zertifizierten Motorbaureihen 2000, 4000 und 8000 sowie 396 und 1163, die unter anderem in Fregatten, Korvetten, Küstenwachschiffen, Patrouillenbooten, amphibischen Landungsschiffen und sonstigen Spezialschiffen zum Einsatz kommen. Die mtu-Baureihe 8000 leistet bis 10.000 Kilowatt und ist in der 20-Zylindervariante der meistverkaufte Motor für den Antrieb von militärischen Schiffen in seiner Leistungsklasse. Dank ihrer kompakten Abmessungen und hoher Leistungsdichte, eignen sich die mtu-Motoren auch zur Remotorisierung älterer Schiffe mit sehr engen Maschinenräumen.

Ergänzt wird das Antriebsportfolio durch Gasturbinen, die mit Leistungen bis 35.320 Kilowatt in kombinierten Antrieben mit Dieselmotoren für höchste Geschwindigkeiten sorgen. Für U Boote liefern mtu Ladeaggregate die nötige Leistung. Das weiterentwickelte Dieselaggregat für U-Boote auf Basis der Baureihe 4000 mit einer Leistung von 1.300 kW befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird im Jahr 2016 verfügbar sein. Das Aggregat erlaubt die volle Ausschöpfung des Potenzials der Li-Ion-Batterie-Technologie und führt damit bei deutlich verkürzten Ladezyklen zu einer geringen „Indescretion Rate“. Die Kraftstoffverbräuche wurden gegenüber der Baureihe 396 deutlich gesenkt, wodurch die Reichweite der Boote bei gleicher Tankgröße steigt. Ebenso kann das Dieselaggregat akustisch und emissionsoptimiert betrieben werden, sodass die IMO Tier II-Emissionsgrenzen im Oberflächenbetrieb erfüllt werden können.

Als Systemanbieter liefert mtu zum Antrieb auch die passende Schiffsautomation: Mit dem im eigenen Haus entwickelten modernen und bedienerfreundlichen Automationssystem Callosum lassen sich Antrieb sowie der gesamte Schiffsbereich überwachen und optimiert steuern. Durch maßgeschneiderte Software-Module für Damage Control, Onboard Training und Wartungsunterstützung kann der Funktionsumfang flexibel erweitert werden. Das Automationssystem Callosum wurde komplett überarbeitet. Es setzt nun vollständig auf COTS-(Commercial-Off-The-Shelf)-Produkten auf und ist damit deutlich offener und flexibler als die vorherige Generation. Callosum hat sich im harten Einsatz vieler Marinen und Küstenwachen, wie der U.S. Küstenwache, der UAE Navy, der Kuweit Küstenwache und der Pakistan Navy bewährt. Ebenso wird es die neuen, im Bau befindlichen Schiffe der Royal Navy of Oman überwachen und steuern.
Wolfgang Boller Leiter externe Kommunikation, Pressesprecher Regional- und Wirtschaftsmedien
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