Construction & Industrial

Umweltfreundlicher auf den Gletscher mit MTU

Veröffentlicht am 18 Oktober 2019 von Leslie Dagg, Bilder von Shutterstock, Wajax Power Systems, MTU

Columbia Icefield Adventure rüstet Gletscherbusse um auf Tier-4-Norm

Verborgen in den kanadischen Rockies, zwei Nationalparks überspannend, liegt eines der größten nichtpolaren Eisfelder der Welt – das Columbia Icefield. Dieses Eisfeld ist das Nährgebiet für sechs große Gletscher, von denen der imposanteste der Athabasca-Gletscher ist, mit einer Fläche von rund 6,47 Quadratkilometern und einer Eisdicke zwischen 90 und 300 Metern. Ihn zu besuchen, ist dank MTU-Motoren von Rolls-Royce jetzt umweltfreundlicher möglich.

Wegen seiner guten Erreichbarkeit ist der Athabasca-Gletscher der meistbesuchte Gletscher in Nordamerika. Um die Sicherheit der Besucher des Gletschers und der angrenzenden Gebiete zu gewährleisten, werden sie von ortsansässigen Erlebnistour-Anbietern wie Columbia Icefield Adventure auf den Gletscher befördert. In speziellen, sehr geländegängigen und auf Eis sicher steuer- und manövrierbaren Gletscherbussen, den sogenannten Ice Explorer, erleben Besucher die majestätische Landschaft unmittelbar. 

Diese Ice Explorer sind echte Arbeitstiere, transportieren sie doch während der Öffnungszeit des Gletschers von Mitte April bis Mitte Oktober täglich bis zu 16 Stunden lang tausende Passagiere auf den Gletscher. Um die Fahrzeugflotte für die US-Abgasnorm EPA Tier 4 final fit zu machen, hat Columbia Icefield Adventure im Jahr 2018 begonnen, die Antriebssysteme der ersten Busse umzurüsten. Statt der bisherigen Motoren treiben nun emissionsreduzierte Tier-4-Dieselmotoren der neuen Generation der der MTU-Baureihe 1000 die Busse an.

Aktuelle Umweltvorschriften einzuhalten, hat für viele Unternehmen absolute Priorität, erst recht, wenn sie inmitten eines Naturwunders wie dem Athabasca-Gletscher und innerhalb geschützter Landschaften wie den Nationalparks tätig sind. Seit Anfang 2018 gilt die Vorgabe des kanadischen Umweltministeriums ECC, dass neue Dieselmotoren mit über 174 PS (128 kW) für Off-Highway-Anwendungen die Abgasnorm EPA Tier 4 erfüllen müssen, die auf eine Reduzierung der Abgasemissionen von Dieselmotoren abzielt.

Für die Umrüstung ausgewählter Ice Explorer hat sich Columbia Icefield Adventure an einen langjährigen verlässlichen Partner gewandt – Wajax Power Systems. Der Vertriebspartner betreibt 100 über ganz Kanada verteilte Filialen und ist seit mehr als 160 Jahren einer der führenden Anbieter von Industriedienstleistungen und -erzeugnissen in der Region. Wajax hat zunächst drei Busse einem kompletten Umbau unterzogen, der auch neue Antriebssysteme beinhaltete, deren Kernstück die MTU-Baureihe 1000 ist.

„Was die Antriebssysteme der Busse anbelangt, so wurde wirklich jede Komponente durch eine neue ersetzt,“ stellt Rob Smith, Kundenbetreuer bei Wajax, fest. „Motor, Getriebe, Kühlsystem, Fahrgastraumheizung, Antriebsstrang, Achsen, Federung und, und, und ... Alles wurde erneuert. Wir haben nicht nur die Umbau- und Erneuerungsarbeiten erledigt, sondern erbringen für die Busse auch weitere Service- und Support-Dienstleistungen von unseren Standorten in Calgary und Edmonton aus sowie vor Ort durch unsere Servicetechniker im Außendienst.“

„Für uns ist die Partnerschaft mit einem Unternehmen, das uns eine regelmäßige Zusammenarbeit bei der Wartung und Weiterentwicklung unserer Busse bietet, sehr wichtig,“ sagt Corey Donovan, General Manager, Columbia Icefield. „Vor dem Umbau liefen die Motoren der Ice Explorer, so lange diese auf dem Gletscher auf die Besucher warteten, im Leerlauf, um den Fahrgastraum warm zu halten. Indem wir auf den Leerlaufbetrieb verzichten können, senken wir die von uns verursachte Umweltbelastung und wir verbessern für die Besucher und Besucherinnen die Aufenthaltsqualität auf dem Gletscher.“

Die MTU-Motoren der 1000er-Baureihe, die für die Umrüstung der Ice Explorer ausgewählt wurden, erfüllen nicht nur die Abgasnorm Tier 4, sondern zeichnen sich auch durch einen erheblich geringeren Kraftstoffverbrauch als ihre Vorgängermodelle aus und sind für den Dauerbetrieb ausgelegt. Zudem kommen sie ohne Dieselpartikelfilter (DPF) aus, wodurch sich die Ausfallzeiten verkürzen. Sie sind mit Abgasrückführung und SCR-Katalysator ausgerüstet, womit sich über 90 Prozent der Stickoxide aus dem Abgasstrom entfernen und die Partikelemissionen erheblich reduzieren lassen. 

Die Betreiber der umgerüsteten Busse berichten von einem verbesserten Handling und geräuschärmeren Betrieb. „Der ruhigere Motor und die neue leise Bremsanlage steigern das Erlebnisempfinden der Passagiere noch zusätzlich, da es keine störenden Geräusche mehr gibt,“ sagt Donovan. „Ohne störende Geräusche eines im Leerlauf drehenden Motors und ohne störende Bremsgeräusche können unsere Gäste voll und ganz in die fantastische Welt des Gletschers eintauchen.“

Kontakt

Greg Pelton
Tel.:
+1 248 560 8660
E-mail:

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