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Modernste Fregatte der Deutschen Marine fährt mit mtu

Veröffentlicht am 19 Juni 2019 von Rolf Behrens, Bilder von Rolls-Royce Power Systems, thyssenkrupp Marine Systems

Die "Baden-Württemberg" beginnt ihren Dienst bei der deutschen Marine. mtu-Antriebs- und Automationslösungen sind entscheidend für ihren Erfolg.

Die Deutsche Marine hat mit der Fregatte „Baden-Württemberg“ ihr modernstes Schiff in Dienst gestellt. Das neue Schiff, das in Beisein der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen an die Truppe übergeben wurde, trägt den Namen des Bundeslandes, aus dem wichtige Teile seines Antriebs stammen: Antriebs- und Automationstechnologie von mtu spielt für Einsatz und Erfolg der Fregatten der neuen F125-Klasse eine entscheidende Rolle und ermöglicht das neue Intensivnutzungskonzept der Marine für diese Schiffe. Die Schiffe können bis zu zwei Jahre ohne Unterbrechung im Einsatz bleiben, lediglich die Besatzungen werden alle vier Monate getauscht. Machbar ist das nur dank der Zuverlässigkeit der mtu-Motoren und des hochmodernen mtu-Automationssystems Callosum, das unter anderem die Wartung von Motoren an Bord der Schiffe erleichtert.

Die Fregatte "Baden-Württemberg" wurde im Marinestützpunkt Wilhelmshaven in Dienst gestellt. (Foto: thyssenkrupp Marine Systems)

Für die Fregatten der Klasse F125 liefert mtu Diesel-Gensets der Baureihe 4000 und Gasturbinenmodule, die wichtige Bestandteile des kombinierten dieselelektrischen und Gasturbinen-Antriebs (CODLAG) sind. Vier Gensets auf Basis des Motors 20V 4000 M53B mit einer mechanischen Leistung von je 3.015 Kilowatt liefern Strom für den dieselelektrischen Marschantrieb bis 20 Knoten und für das Bordstromnetz. Die Motoren werden je nach Leistungsbedarf an- oder abgeschaltet und laufen somit jeweils im optimalen Betriebsbereich. Das schont die Motoren und spart Kraftstoff. Eine Hauptüberholung der Motoren ist nur etwa alle fünf Jahre nötig – das bedeutet eine Verlängerung der Wartungsintervalle um den Faktor 4 gegenüber bisherigen Fregatten. 

Die mtu-Aggregate sind in spezielle Schallkapseln eingebaut, um die Schallsignatur der Fregatten zu verringern.

Bei der Wartung werden die Techniker durch das von mtu entwickelte Automationssystem Callosum MT unterstützt: Das Wartungs- und Instandhaltungssystem überwacht permanent alle antriebsrelevanten Vorgänge. Wenn es zu Fehlfunktionen kommt oder eine routinemäßige Wartung ansteht, informiert das System die zuständigen Besatzungsmitglieder sofort und sehr detailliert. Das System zeigt nicht nur an, wo ein Fehler liegt, sondern führt die Techniker auch durch Reparaturschritte, mit exakten Angaben dazu, welche Werkzeuge und Ersatzteile benötigt werden. Schließlich können die Techniker sich an der mtu-Station im Maschinenraum in einem 3D-Video anschauen, wie die Reparatur auszuführen ist.

Das zweite Schiff der F125-Klasse, die „Nordrhein-Westfalen“, soll ebenfalls noch in diesem Jahr in Dienst gestellt werden. Zwei weitere der Fregatten mit Antriebs- und Automationstechnologie von mtu sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre ausgeliefert werden.   

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