Die Energiewende schreitet unaufhaltsam voran. Flexible Gasmotorenkraftwerke mit kurzen Anlaufzeiten und einem hohen Grad an Modularität und Regelbarkeit über ein breites Leistungsspektrum zu geringen Kosten und höchster Effizienz werden immer wichtiger. Sie sind die Wegbereiter für eine grünere Zukunft und können durch die Umstellung auf kohlenstofffreie Verbrennungsgase selbst grünen Strom erzeugen. Verbrennungsmotoren sind eine zukunftssichere Technologie, die bereits heute ausgereift ist.
Dank der hohen Modularität kann ein Motorenkraftwerk beliebig viele Einzelmodule unter Volllast betreiben und die übrigen Motoren abschalten und so selbst bei einem reduzierten Energiebedarf einen hohen Wirkungsgrad erzielen. Ein Turbinenkraftwerk, welches aus einer bzw. einer kleinen Zahl einzelner Anlagen besteht, würde dahingegen unter Teillast Effizienz einbüßen. Der hohe Wirkungsgrad reduziert den Bedarf an Primärenergie und die damit verbundenen Kraftstoffkosten sowie die Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig schränken die kleinen Lastinkremente, bzw. die geringe Modulgröße, die Bewältigung großer Lasten nicht ein; große Kunden betreiben bereits heute problemlos Reservekapazitäten im hohen Leistungsbereich (z. B. betreiben Rechenzentren mit einer Kapazität von 100 MW oft Hunderte an Notstrommotoren).
Generell kann man sagen, dass es auch kleine Turbinen gibt, die die gleichen Vorteile wie Verbrennungsmotoren haben. Motoren sind im Vergleich jedoch in industriellem Maßstab verfügbar, so dass sie schneller in Betrieb genommen werden können. Für eine kompromisslose Energiewende sind Lösungen mit kurzen Vorlaufzeiten entscheidend.
Durch den Aufbau eines Motorenkraftwerks in Containern wird die gesamte Anlage mobil; einzelne Module können dort installiert werden, wo sie netzdienlich ihre Kapazität zur Verfügung stellen können, um für maximale Resilienz zu sorgen. Wenn eine Anlage an einer Stelle nicht mehr benötigt wird, kann sie einfach abgebaut werden, z. B., wenn kohlenstofffreie Speichertechnologien ausgereifter werden. Die Versetzung bestehender Anlagen anstelle von Stilllegung bzw. Neubau reduziert die Investitionskosten für neue Kapazitäten und die Netzinfrastruktur. Außerdem wird so das Risiko einer verlorenen Investition reduziert.
Verbrennungsmotoren stellen also eine praktikable Option dar, die kurz-, mittel- und langfristigen Herausforderungen der Energiewende zu meistern und sollten künftig stärker in Betracht gezogen werden. Die Verbrennertechnologie kann saubere, kostengünstige und zuverlässige Energie für das Energiesystem von heute und morgen liefern. Darüber hinaus können Motorenkraftwerksprojekte schnell und in einer modularen Bauweise realisiert werden, da die containerisierten Systeme im industriellen Maßstab vorgefertigt werden. Diese Containerisierung sorgt dann auch dafür, dass im Gegensatz zu einer großen Hochleistungsturbine, Redundanz mit minimalen Zusatzinvestitionen erreicht wird, indem einzelne Einheiten für zusätzliche Anlagenkapazität zugebaut oder versetzt werden (vgl. Tabelle 2).